Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Private Altersvorsorge

    In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

    Private Altersvorsorge | 23.5.2019 Drucken

    DIA-Studie: Big Bang bei der Riester-Förderung

    Die Förderung in der Riester-Rente sollte auf Geringverdiener begrenzt werden. Diesen Vorschlag unterbreiten die Autoren der jüngsten Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

    Gleichzeitig entfallen der bisherige Sonderausgabenabzug für die geleisteten Beiträge und die nachgelagerte Besteuerung der Riester-Rente.

    Cover DIA-Studie Revitalisierung der Riester-Rente Werden die Gut- und Besserverdienenden anstelle der Riester-Rente auf die Basis-Rente verwiesen, erhalten diese de facto nicht weniger Förderung als bisher. Die dort angewandte nachgelagerte Besteuerung entspricht der heutigen Regelung bei der Riester-Rente, wenn der Sonderausgabenabzug größer ist als die Zulage. Damit entfiele aber die bislang technisch ohnehin überflüssige Zulagenverrechnung. Dieses zweistufige Förderverfahren – erst Zulage, dann deren Verrechnung mit dem Sonderausgabenabzug – macht das Förderverfahren bei der Riester-Rente zusätzlich kompliziert und aufwändig.

    Einkommensgrenze bei 20.000 Euro

    Für die Zulage schlagen die Autoren der DIA-Studie “Revitalisierung der Riester-Rente” eine Einkommensgrenze von 20.000 Euro Jahresbruttoeinkommen vor (Verheiratete 40.000 Euro). Für jedes Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 5.000 Euro. Eine solche Beschränkung auf Geringverdiener sei gerechtfertigt. Damit wird bei ihnen eine mögliche Überforderung durch den zusätzlichen Sparbeitrag gemindert. Alle anderen Personen mit einem höheren Einkommen sollten in der Lage sein, ihre Altersvorsorge auch ohne Subventionen selbst zu finanzieren.

    Ähnliche Regelung bei der Wohnungsbauprämie

    Die vergleichsweise niedrige Einkommensgrenze mit “Fallbeilwirkung” lässt sich nach Meinung der Autoren auch mit Verweis auf die Wohnungsbauprämie oder die vermögenswirksamen Leistungen begründen. Dort gelten ähnliche Bedingungen für eine Förderung. Für jene Personen, die gerade aus der Einkommensgrenze herauswachsen, schlagen sie eine Übergangslösung vor: Für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren bleibt der Anspruch auf die Zulage erhalten. “Diese Übergangsfrist hilft bei einmaliger, kurzfristiger Überschreitung der Einkommensgrenze ebenso wie bei zeitverzögerter Überprüfung der Zulagenhöhe, Teil-Rückforderungen zu vermeiden. Der Sparer wird lediglich informiert, dass er die Zulage demnächst nicht mehr bekommt. Es sei denn, sein Einkommen sinkt nachweislich wieder unter die Einkommensgrenze”, erklärt Studienautor Dr. Reiner Braun von der empirica AG in Berlin.

    Weniger Verwaltungsaufwand

    Die Umstellung der Förderung der Riester-Rente würde zu weniger Rückforderungen von Zulagen führen, da die Fallzahlen mit Zulage deutlich geringer sind. Außerdem fände eine gezieltere Förderung gerade der Geringverdiener statt. Vor allem in dieser Gruppe ist die ergänzende private oder betriebliche Altersversorgung weniger verbreitet. Unter dem Strich fällt so weniger Verwaltungsaufwand für die Riester-Rente an, was auch zu höheren Renditen führt.

    Zwei weitere Vorschläge abgewogen

    Neben der Beschränkung der Förderung auf Geringverdiener entstanden in den Expertengesprächen, die die Studienautoren im Vorfeld geführt haben, noch zwei weitere Vorschläge. Zum einen die Umstellung auf ein Obligatorium, gegebenenfalls mit der Möglichkeit, dagegen zu optieren, und zum anderen eine einkommensunabhängige Zulagenförderung. Diese beiden Vorschläge besitzen aus Sicht der Studienautoren allerdings mehr Nach- als Vorteile. Daher plädierten sie bei der Vorstellung der Studie für die Beschränkung der Förderung auf Geringverdiener.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema
        Riester-Rente

        Vereinfachte Förderung statt Riester-Deckel

        Die Ausweitung der Riester-Rente auf alle unbeschränkt Steuerpflichtige und die Kopplung der Kinderzulage an das Kindesalter anstelle an die Zahlung des Kindergeldes könnten dazu beitragen, die viel Unfrieden stiftenden Rückforderungen von Förderzulagen weitgehend zu verhindern. Dieser Vorschlag gehört zu dem Maßnahmenkatalog, den die Autoren der jüngsten DIA-Studie “Revitalisierung der Riester-Rente” unterbreiten. Im Auftrag des Deutschen […]

        Artikel lesen
        Riester-Rente

        DIA-Studie: Wohn-Riester entschlacken

        Der Versuch, zwischen Ungleichem eine Gleichbehandlung zu erreichen, hat beim Wohn-Riester zu neuen Ungerechtigkeiten und einem immensen Verwaltungsaufwand geführt. Zu diesem Urteil gelangt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), für die umfangreiche Experteninterviews  stattfanden. Deren Ziel bestand darin, Vorschläge für eine Vereinfachung der Riester-Rente zu entwickeln. Dabei kamen speziell für den Wohn-Riester […]

        Artikel lesen
        Lara Hämmerle und Til Klein von Vantik

        Altersvorsorge in elf Minuten

        Das Berliner Startup Vantik startete Mitte Februar die nach eigener Aussage „erste komplett mobile und flexible Altersvorsorge in Europa“. Ein Gespräch mit den beiden Gründern Lara Hämmerle und Til Klein über ihren etwas anderen Blick auf die Altersvorsorge in Zeiten von Smartphone und Social Media. Sie versprechen Altersvorsorge in elf Minuten. Wer, glauben Sie, ist […]

        Artikel lesen